Darauf sollte man beim Computer-Kauf achten

Die Auswahl ist riesig – auf was muss ich beim Computer-Kauf eigentlich achten?

Falls ihr euch demnächst einen neuen Computer kaufen wollt, gebe ich hier ein paar Tipps, worauf es dabei ankommt. Natürlich hängt das davon ab, für was der PC gedacht ist: Also ob ihr ihn vor allem zum Surfen im Internet, für E-Mails und zum Schreiben benutzt oder ob ihr den Rechner  auch für Gaming, Grafikdesign und für Videobearbeitung benutzen wollt.

Die Hardware-Komponenten, auf die ihr beim Kauf achten solltet, sind: Der Prozessor, der Arbeitsspeicher, das Mainboard und die Festplatte. Beim erweiterten PC kommt es außerdem noch auf die Grafikkarte an. Im Vergleich zum reinen Office-PC ist ein „erweiterter“ PC natürlich  teurer, da er für einen anspruchsvolleren Gebrauch ausgelegt ist. Das bedeutet, es werden auch leistungsfähigere Teile benötigt.

Der Prozessor
Das erste, auf das wir schauen müssen, ist die CPU, also der Prozessor. Diese ist das Herzstück eines PCs, denn sie verarbeitet Prozesse und Befehle. Beim Kauf einer CPU kommt es auf die Gigaherz-Spanne an, in der die CPU arbeitet und wie viele Kerne sie hat.  Aber bitte nicht denken, je mehr Kerne, desto besser, denn das ist nicht immer der Fall. Momentan gibt es Prozessoren mit 2,5 bis 4 Gigaherz für circa 50 Euro, was für einen Office-PC völlig ausreicht. Wichtig: Nicht jede CPU passt auf jeden Sockel. Wer sich also eine neue CPU zulegt, sollte sich unbedingt schlau machen, ob diese auch zum vorhandenen Mainboard passt.

Der Arbeitsspeicher
Das zweite, auf das man achten sollte, ist der RAM, auch genannt Arbeitsspeicher. Er arbeitet eng mit der CPU zusammen: Im RAM werden Prozesse und Befehle zwischengelagert. Der Arbeitsspeicher ist nicht mit der Festplatte zu verwechseln. Zwar sind beides Speicher, beide haben aber ganz verschiedene Funktionen. Beim RAM kommt es darauf an, wie viel Gigabyte er besitzt, und hier gilt tatsächlich: je mehr, desto besser. Außerdem solltet ihr darauf achten, welche DDR-Steckplätze, also Steckplätze für RAM,  das Mainboard besitzt, denn auch hier gibt es Unterschiede.

Das Mainboard
Das Mainboard ist das Grundgerüst des PCs. Auf ihr sind die Steckplätze für CPU, RAM, Grafikkarte und so weiter. Viele Mainboards heutzutage haben eine sogenannte Onboard- Grafikkarte. Das bedeutet, dass man für einen Office-PC nicht unbedingt eine gesonderte Grafikkarte benötigt.

Die Festplatte(n)
Es gibt drei verschiedene Typen von Festplatten, die  in einem PC verbaut sein können: SSD, HDD und SSHD.
Jede hat ihr Vor- und Nachteile:
Die SSD besitzt eine schnelle Schreib- und Lesegeschwindigkeit, hat aber wenig Speicher und ist teuer.
Bei der HDD ist es genau andersherum: Sie ist im Vergleich zur SSD sehr günstig, besitzt viel Speicher, hat aber nur rund die Hälfte der Schreib- und Lesegeschwindigkeit einer SSD.
Die SSHD ist ein Hybrid-Festplatte: Sie vereint die Technik einer SSD und einer HDD.

Wer in seinem PC nur eine Festplatte haben will und sich keine Gedanken wegen Geschwindigkeit und Speicher machen will, dem würde ich eine SSHD empfehlen.

Wer einen größeren PC haben will, dem würde ich allerdings empfehlen, eine SSD und eine HDD zu kaufen. Das Betriebssystem kommt dann auf die SSD, damit der PC schön schnell ist.  Dokumente, Fotos, Spiele und so weiter kommen auf die HDD. Denn wenn man die SSD zu voll macht, wird der PC langsam.

Die Grafikkarte
Schauen wir nun in den erweiterten PC, für den man auch noch eine extra Grafikkarte braucht. Hier gibt es nicht nur ein Detail, auf das man schauen muss, sondern viele. Für eine  hohe Performance wichtig sind: ein hoher Chiptakt, eine hoher Speichertakt, die Speichergröße, der Stromverbrauch, die Anschlüsse und die Lautstärke.

Am besten schaut man sich einen Grafikkarten-Vergleich an, denn heutzutage gibt es so viele Benchmarks, dass es schwierig ist, sich selbst einen Überblick zu verschaffen. Auf vielen Internetseiten oder auf Youtube gibt es Test-Videos, in denen Grafikkarten vorgestellt werden.

Fertig konfigurierte PCs
Hier zum Abschluss noch drei Beispiele für fertig konfigurierte PCs, bei denen  aus meiner Sicht das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Ein reiner Office-PC:
CSL-Computer verkauft online einen guten Office-PC mit Windows 10 für nur 279 Euro.

Ein Allzweck-PC:
Von MiFCOM gibt es momentan ein Angebot, ebenfalls mit Windows 10 für 879 Euro.
Bei Caseking gibt es noch einen PC für 999,90 Euro, zwar ohne Betriebssystem, dafür aber mit einer etwas besseren Hardware.

Ein High-End-PC:
Bei den High-End-PCs gibt es im Prinzip keine Grenzen nach oben. Jeder, der sich solch  ein System zusammen bauen will, sollte sich überlegen, was er genau von dem System will, und sich daran orientieren. Hier zwei Beispiele mit sehr hochwertigen Komponenten, ebenfalls von Caseking: Der „King Mode Kaleidoskop“ für 2499,90 Euro und der „King Mode Burning Sky System“ für 2199,90 Euro.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar hilfreiche Tipps für den nächsten PC-Kauf geben – wenn ihr noch Fragen habt, stellt sie gerne im Kommentarfeld.

Autor: Kilian Frank

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