Bald ist Bundestagswahl – für rund drei Millionen junge Leute ist es das erste Mal

Dieses Jahr ist es wieder so weit: Die Bürger der Bundesrepublik Deutschland wählen einen neuen Bundestag. Am 24. September soll also entschieden werden, wer Deutschland voraussichtlich die nächsten vier Jahre regieren wird. Wählen dürfen dieses Jahr etwa 61,5 Millionen Deutsche, darunter sind etwa drei Millionen Erstwähler, die dieses Jahr Premiere in der Wahlkabine feiern dürfen.

Die spannendste Wahl in der deutschen Nachkriegsgeschichte scheint sie nicht zu werden, die Bundestagswahl 2017, aber sie wird für viele der etwa 3 Millionen Erstwähler wie immer eine ganz besondere Wahl sein. Zum ersten Mal darf man auf Bundesebene mitentscheiden, wer die Zügel in die Hand nehmen soll.

Meine erste Bundestagswahl, bei der ich abstimmen durfte, war im Jahr 2013. Noch etwas planlos kam ich an diesem Sonntag, den 22. September in die nächstgelegene Grundschule und durfte dort, nachdem ich mich ausgewiesen hatte, meine zwei Kreuze auf dem Wahlzettel machen.

Mit der Erststimme wählt man den Kandidaten seines Wahlkreises direkt in den Bundestag

Das erste für einen Direktkandidaten aus meinem Wahlkreis 281: Freiburg. Damals gab es 299 Wahlkreise, dieses Mal kommen noch mal 34 Wahlkreise hinzu. Mit dem zweiten Kreuz wählt man eine Partei. Um dieses Kreuz drehen sich auch die Hochrechnungen, die nach und auch schon zum Ende der Wahl hin, in allen Medien präsent sein werden. Diese Stimme entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag. Je nachdem, wie viel Prozent eine Partei hier erreicht, umso mehr Sitze kann sie im neuen Bundestag für sich beanspruchen.

Ich finde es sehr wichtig, sich vorab zu informieren um herauszufinden, von welcher Partei man sich am besten vertreten fühlt. Die beste Möglichkeit dies zu tun bieten die Wahlprogramme der Parteien. Auf der Internetseite der Bundestagswahl 2017 sind diese von allen etablierten Parteien hinterlegt. Zugegeben sind diese mit knapp 100 Seiten oder sogar 248 Seiten bei den Grünen sehr umfangreich.

Schneller kann man sich beim „Wahl-o-mat“ ein Bild machen, welche Partei die eigenen Meinungen am besten trifft. Mithilfe von 38 Fragen bekommt man hier einen Einblick in die Programme von bis zu acht Parteien auf einmal. Man sollte darauf achten, sich nicht zu einseitig zu informieren und die Quellen der Informationen immer auf ihre Seriosität überprüfen. Wenn man das beachtet, halte ich jede Form von Auseinandersetzung mit politischen Themen für sehr sinnvoll und notwendig.

Ich für meinen Teil freue mich darauf schon bald wieder zur Wahl gehen zu dürfen. Denn mitbestimmen zu können, wer das eigene Land regiert ist ein Privileg, das leider nicht alle Menschen dieser Welt haben.

Autor: Sebastian Vogt

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